Ambulante Gehschule für Beinamputierte eröffnet

In Saarbrücken ist nun die erste ambulante Gehschule für Menschen mit Beinamputationen eröffnet worden. Im Rehazentrum Saar in der Berliner Promenade lernen Patienten nach erfolgter Beinamputation, wieder mit Hilfe von Prothesen zu laufen. Zur Eröffnung würdigte Gesundheitsminister Andreas Storm die Einrichtung als „wichtigen Beitrag zur Inklusion“.  Die Gehschule mit ihren Gehbarren und Rampe leiste für Betroffene künftig eine „schnellere Hilfe zurück ins Leben“, so Ilona-Maria Kerber, Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft für Menschen mit Arm- und Beinamputationen (ampuLAG-Saar). Sie ist eine der Initiatoren der Gehschule, gemeinsam mit dem Rehazentrum Saar.

Ilona-Maria Kerber sieht einen großen Bedarf, denn oft würden Amputierte schon früh aus Krankenhaus und Reha entlassen, ohne schon richtig gehen zu können. Dies kann Ortwin Hense, Orthopädietechnikermeister bei Zender Orthopädie bestätigen. Er fertigt solche Beinprothesen handwerklich und kennt die Schwierigkeiten der Patienten, neue Bewegungsabläufe zu erlernen. Dennoch hat sich, nicht nur durch neue Materialien und computergestützte Prothesen, einiges in diesem Bereich getan.

Martina Grünhagen, Inhaberin des Rehazentrums Saar, ist glücklich mit der Einrichtung der Gehschule: „An den neuen Geräten können wir nun gezielter mit den Patienten arbeiten, die täglichen Dinge des Lebens wie Laufen und Treppensteigen mit Hilfe der Prothesen wieder zu lernen.“  Minister Storm würdigte das Engagement der ampuLAG-Saar, die Betroffenen helfe und ihnen ermögliche, „Kontakt mit Menschen zu bekommen, denen es ähnlich geht“.

(Artikel verändert nach Saarbrücker Zeitung vom 3.12.12, Bildquelle: www.OttoBock.de)

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