Worauf müssen Läufer achten, gerade, wenn sie neu anfangen mit dem Laufsport. Unser Beitrag gibt Tipps dazu.

I Ziele
Die Ziele eines Trainings zur Verbesserung der Koordination beim Laufen sind:
– Verbesserung von Lauftechnik und -ökonomie
– Verbesserung der Sprintschnelligkeit
– Verbesserung der Absprunggestaltung
– Angebote für ein effektives Aufwärmen schaffen.

Barfußlaufen gilt als gesund. Doch wenn die Socken in der Schublade bleiben, lauern ganz besondere Gefahren für Diabetiker-Füße: „Selbst kleinste Verletzungen an den Füßen können bei Menschen mit Diabetes schlimme Folgen haben“, berichtet der Erfurter Diabetologe Rainer Lundershausen, Mitglied im Vorstand der Deutschen Diabetes-Gesellschaft.

Dahinter stecken zwei Effekte, erläutert Experte Lundershausen: „Die Nervenschädigung durch die zu hohe Zuckerkonzentration im Blut ruft zwar zuerst Empfindungsstörungen wie ein Kribbeln oder Brennen hervor – wir nennen das auch Ameisenlaufen -, in späteren Stadien lässt sie die Füße jedoch praktisch taub werden.“ Dadurch bemerken die Betroffenen kleine Risse in der Haut, Blasen, die Bildung von Hornhaut und Hühneraugen oder auch Fremdkörper im Schuh nicht mehr – die Schutzfunktion durch den typischen Schmerz ist lahmgelegt.

Team-Check – Fußballcheck – Trainingsoptimierung im Jugendfußball
Um Nachwuchsspieler optimal aufzubauen, ist es wichtig, den Stand ihrer motorischen und körperlichen Entwicklung zu kennen. Während Lactat-Tests die konditionellen Fähigkeiten testen, kann man mit biomechanischen Tests erfassen, wie gut ein Spieler seine Körperhaltung kontrollieren kann. Je besser ihm dies möglich ist, umso leistungsfähiger wird er in kritischen fußballtypischen Situationen sein.
Die Universität des Saarlandes hat in einem interdisziplinären Projekt (Kid-Check, kidcheck.de) mehr als 2.000 sporttreibende Kinder und Jugendliche auf ihr Haltungsvermögen untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass Jugendliche, die eine gute Haltungsregulation besitzen, auch motorisch besser waren als Gleichaltrige, die Schwächen aufwiesen. Körperhaltung und Motorik hängen also eng zusammen.
In 7 Jahren wurde, gemeinsam mit mehreren Partnern, ein Untersuchungsprogramm mit Namen „Team-Check“ entwickelt. Bislang wurden im Saarland 76 Jugendmannschaften gecheckt.

Der Team-Check besteht aus motorischen Testverfahren, aus Haltungsanalyse-Verfahren sowie aus Gleichgewichts-Testmethoden. In etwa 20 Minuten kann ein Jugendspieler motorisch und haltungsdynamisch untersucht werden. Dazu muss er spezielle Übungen absolvieren, die teilweise auch am Bundesinstitut für Sportwissenschaft im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit dem DFB eingesetzt wurden (z.B. Einbeinstand, Krafttests, Dribbling-Tests). Der Team-Check wurde von Dr. Ludwig gemeinsam mit Professor Heinrich Hess, langjähriger DFB-Verbandsarzt der Nationalmannschaft, weiter entwickelt. Die Ergebnisse dieser Tests werden in einem Computerprogramm ausgewertet, um ein individuelles Leistungsprofil des Jugendspielers zu erhalten.
Zusätzlich können mit Rückenscans auch Haltungsschwächen aufgedeckt werden, die gerade bei Jugendlichen auch die sportliche Leistungsfähigkeit einschränken. Da diese Untersuchung aufwändiger ist, muss sie im Vorfeld genau mit dem Trainer und den Eltern geplant werden.

Ergänzend wird die Muskulatur auf Muskelverkürzungen und Abschwächungen überprüft.

Nachdem der Jugendliche auf diese Weise gecheckt wurde, können individuelle Schwächen aufgedeckt werden, die für ihn nachteilige Folgen haben könnten:

– sie könnten seine weitere gesundheitliche Entwicklung beeinträchtigen (z.B. Rücken- oder Leistenschmerzen)
– sie könnten seine sportliche Leistungsfähigkeit vermindern.

Da die Analyse bewusst sehr ganzheitlich angelegt ist, profitieren Spieler und Trainer doppelt, weil sowohl die gesundheitliche Vorsorge als auch die sportliche Verbesserung im Blickpunkt stehen. Es zeigt sich also wieder deutlich, dass sich sportliche Leistung und Gesundheit (im Amateurbereich) nicht voneinander trennen lassen.

Der Team-Check mündet immer in einem individuellen Bericht, sowie Übungen, die konkret und praxisnah für den Trainer und Sportler umgesetzt werden können.
Im Rahmen des internationalen U14-Turniers, das die DJK Dillingen seit drei Jahren veranstaltet, wurden Jugendspieler zahlreicher Profivereine untersucht. Dadurch wurden Vergleichsdaten gewonnen, die helfen, die Testergebnisse der saarländischen Jugendspieler einzuordnen. Normwerte liegen für die Altersgruppen 10 bis 17 Jahre vor, bei jüngeren Spielern sind diese Testmethoden nicht sinnvoll.
Für den Team-Check fallen geringe Kosten an, die für keinen Verein ein Hindernis darstellen sollten. Der Check wird vor Ort auf Ihrem Trainingsgelände und im Zender-Checkpoint-Truck oder in den Vereinsräumen durchgeführt. Welche der Check-Module vor Ort durchgeführt werden, besprechen die Zender-Biomechaniker im Vorfeld mit dem Trainer.

Bei Interesse können sich die Trainer melden unter ludwig@zender-orthopaedie.de oder per Fax unter 0681-873331.

Rasen- und Kunstrasenplätze verfügen über spezielle mechanische Eigenschaften. Nach internationalen Studien treten beim Spiel auf Kunstrasenplätzen Verletzungen des Sprunggelenkes überdurchschnittlich häufig auf. Die Ursache liegt unter anderem darin, dass die Muskulatur, die die Sprunggelenke stabilsiert, weniger gut arbeitet. Auch die starke Dämpfung des Rasenplatzes führt dazu, dass die Muskeln des Sportlers verspätet und zu schwach reagieren. Als Folge davon wird das Sprunggelenk weniger gut stabilisiert; es kommt häufiger zum Umknicken und zu Verletzungen der Bänder und Sehnen der Sprunggelenke.

Die Vielzahl an Sportschuhen, speziell für den Laufsport, ist fast unüberschaubar geworden. Meist sind sich gerade Neuanfänger unschlüssig, worauf beim Schuhkauf zu achten ist.

Aufbau eines Laufschuhes
Als Schaft (1) wird der Teil bezeichnet, der den Fuß umhüllt und schützt. Herkömmliche Sportschuhe haben meist einen Schaft aus Leder, Nylon oder wasserdichten Membranen.
Die Brandsohle (2) ist eine aus wasserdichter Hartpappe bestehende Sohlenschicht, die auf die Zwischensohle aufgeklebt wird und den Schaft mit der Zwischensohle verbindet.
Zwischen Laufsohle und Brandsohle befindet sich die Zwischensohle (3) oder Mittelsohle. Sie ist meist aus EVA (Ethyl-Vinyl-Acetat) oder PU (Poly-Urethan) hergestellt und hat die Hauptdämpfungsfunktion.
In die Zwischensohle sind – herstellerspezifisch – die unterschiedlichsten Dämpfungssysteme (5) eingearbeitet. Beispielsweise findet man unter der Ferse luft- oder gelgefüllte Kammern, oder Wabensysteme. Teilweise bestehen die Zwischensohlen im Fersenbereich auch aus reinem PU oder reinem EVA.

Mehr als 90% der Bundesbürger haben Fehlstellungen der Füße. In den wenigsten Fällen sind diese Fehlstellungen krankhaft oder verirsachen Beschwerden. Einen Überblick über die häufigsten Fehlformen wollen wir Ihnen an dieser Stelle geben.

Knickfuß (pes valgus)
Entsteht, wenn das Fersenbein (Calcaneus) bei Belastung stark nach innen (medial) knickt. Dadurch tritt der Innenknöchel (Schienbeinkopf) deutlich hervor. Ursache: Schwäche des Band- und Kapselapparates des oberen Sprunggelenkes, Schwäche der am Längsgewölbe ansetzenden Muskulatur (Tibialis anterior und posterior), Faktoren oft angeboren. Folgen: durch das ständige Abkippen des Fersenbeins nach medial (Valgisieren) wird auf die dort ansetzende Achillessehne ein periodischer Zug ausgeübt, Schmerzen am Achillessehnenansatz oder im Sehnengleitgewebe können auftreten.

Abbildung: Fußskelett des rechten Fusses von hinten. Die durchgezogene Linie markiert die Längsachse des Calcaneus („X“, Fersenbein) beim normalen Fuß und damit auch etwa die Richtung der Achillessehne (Pfeil). Die gestrichelte Kontur zeigt den beim Knickfuß abgekippten Calcaneus. Seine Längsachse (gestrichelte Linie) und die Achillessehne (Pfeil) bilden einen großen Winkel.

Wenn der Körper aus dem Lot gerät …
… wie Probleme der Körperstatik den Jugendsportler beeinflussen
Dr. rer. nat. Oliver Ludwig

Nicht jeder Mensch ist genau gleich gebaut. Das Skelettsystem kann viele Varianten der „Norm“ aufweisen, die nicht krankhaft sind, die aber die Haltung und Bewegung negativ beeinflussen können.
Besonders kritisch ist dabei die Wachstumsphase von Jugendlichen im Alter von 12 – 15 Jahren. Trainer beobachten hin und wieder, dass ihre B-, C- oder D-Jugendspieler nach der Sommerpause körperlich völlig verändert im Training erscheinen. Eine starke Wachstumszunahme hat aber oft ihren Preis: die Muskulatur verkürzt, die Körperhaltung, Koordination und Motorik haben sich innerhalb weniger Wochen verschlechtert.
Solche wachstumsbedingten Veränderungen der Körperstatik sind auch für den Trainer erkennbar, der gegebenenfalls zu Physiotherapeut oder Arzt kanalisieren sollte.

Die Versorgung des Diabetischen Fusses erfolgt je nach Schweregrad der Erkrankung. In dem Vortrag von Paul Peter Zender und Dr. Oliver Ludwig erfahren Sie, welche Erkrankungsstufen in welcher Art mit Konfektionsschuhen, orthopädischen Einlagen oder orthopädischen Maßschuhen optimal versorgt werden können. Download hier (pdf, 6 MByte).

Einen kurzen Artikel über die diabetische Schuhversorgung können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

– Behindertensportgruppe Mandelbachtal, Langgasse 50, 66399 Mandelbachtal
– Behindertensportgruppe Güdingen, Im Königsfeld 66 b, 66130 Saarbrücken
– Behindertensportgruppe Illingen, Gennweilerstraße 19, 66557 Illingen
– Behindertensportgruppe Malstatt, Lebacher Straße 106, 66113 Saarbrücken
– Behindertensportgruppe „Regenbogen“, Ginsterweg 1, 66571 Eppelborn
– Behindertensportgruppe Neunkirchen, Kirschbaumweg 3, 66539 Neunkirchen
– Behindertensportgruppe Ottweiler, Im Tempel 85, 66564 Ottweiler
– Behindertensportgruppe Schiffweiler, Johannesstraße 14, 66578 Schiffweiler

Selbsthilfegruppe für Amputierte im Verein „Bewegen statt behindern“ (Link hier).

Knieschmerzen, kaputte Knöchel, brennende Füße: ganz oft sind Fehlstellungen der Füße die Ursache dafür. Acht von zehn Fußballern haben fehlgestellte Füße, die im Alltag oft keine Beschwerden machen. Knickfuß, Spreizfuß und Hohlfuß nennt der Orthopädie diese Fußformen, die vom gewöhnlichen Fuß abweichen. Normalerweise wölbt sich beim Stehen die Innenseite des Fußes etwas nach oben. „Längsgewölbe“ nennt das die Medizin. Ähnlich wie die Blattfederung bei einem LKW sorgt dieses Längsgewölbe beim Laufen dafür, dass die Stöße gut abgefedert werden. Beim Knick-Senk-Fuß hat sich diese Wölbung abgeflacht, angeboren oder durch Überlastung. Der kaputte Stoßdämpfer macht dann manchmal Beschwerden, auch im Bereich der Knie oder des Rückens.