Einlagen für Arbeitsschuhe

(c) Fotolia.comAbhängig von Ihrem Berufsalltag muss eine Einlage im Arbeitsschuh oft eine besonders stark dämpfende Funktion übernehmen. Bei stehenden Tätigkeiten im Verkauf oder im Messe-Einsatz, aber auch bei der Arbeit auf gekachelten Böden oder Betonböden werden Füße und Beine stark belastet. Speziell dämpfende Materialkombinationen können hier eine spürbare Entlastung bringen.

Ebenso bieten wir auch spezielle antistatische Einlagen an, die aus einem weichen Carbon-Material angefertigt werden.

Werden die Einlagen für Sicherheitsschuhe benötigt, so überprüfen wir vorab, welche Anforderungen Ihr Schuh erfüllen muss. In Arbeitssicherheitsschuhen dürfen nur baumustergeprüfte Einlagen verwendet werden. Diese sind von einem unabhängigen Institut zusammen mit dem Schuh geprüft worden. Dadurch ist garantiert, dass die Wirksamkeit des Schuhes (z.B. das Volumen im Bereich der Stahlkappe und die Antistatik) nicht beeinträchtigt wird.

Grundlegende Information:

Die BG-Richtlinie 191 regelt unter anderem den Fußschutz durch Sicherheitsschuhe. Eine Änderung dieser Richtlinie aus dem Jahr 2007 besagt, dass bei jeder orthopädischen Anpassung von Sicherheitsschuhen geprüft werden muss, ob diese weiterhin die Anforderungen der Norm EN ISO 20345 erfüllen.

Das trifft auch auf das Einlegen einer orthopädischen Einlage in den Schuh zu.

Warum ist die BG-Regelung beim Tragen von orthopädischen Einlagen wichtig?

Jede Einlage ändert zwangsweise das Zusammenwirken von Fuß und Schuh und kann dadurch die Wirkung eines Schuhes verändern. Muss der Sicherheitsschuh zum Beispiel antistatische Funktion haben, dann muss auch das Material der Einlage solche Eigenschaften aufweisen, und ihre Fertigung muss garantieren, dass elektrische Potenziale weiterhin zu den Ableitpunkten im Schuh geleitet werden können. Daher kann sogar eine Thermo- oder Lammfell-Sohle die Wirkung des Antistatikschuhs einschränken.

(c) Fotolia.comEbenso hat natürlich jede Einlage eine gewisse Aufbauhöhe. Im Vorfußbereich ist die Verformbarkeit des Sicherheitsschuhs genau festgelegt. Die Einlage hebt aber die Zehen etwas an, so dass es passieren kann, dass der Vorfuß, wenn ein Gewicht auf die Zehenkappe fällt und diese verformt, gequetscht wird. Auch in diesem Fall hat die Einlage die Wirkung des Schuhs verschlechtert.

Wie kann verhindert werden, dass die Einlage die Sicherheitswirkung des Schuhs einschränkt?

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass ein offizielles Prüfinstitut die Einlagensysteme mit dem Schuh gemeinsam prüft und dann eine EG-Baumusterprüfbescheinigung ausstellt.  Solche Prüfungen sind natürlich mit erheblichen Kosten verbunden. Daher haben viele Hersteller von Sicherheitsschuhen gemeinsam mit den Herstellern von Einlagen-Rohlingen bestimmte Produktserien prüfen lassen. Wir im Hause Zender haben die Möglichkeit, baumustergeprüfte Einlagen herzustellen für Sicherheitsschuhe der Hersteller:

  • Atlas
  • Elten
  • Lowa
  • Steitz Secura

Bei anderen Marken sprechen Sie uns bitte an!

Darf ich meine privaten Einlagen in meinen Arbeitssicherheitsschuhen tragen?

Nein. Hier ist die Rechtslage eindeutig: wenn die privaten Einlagen nicht für den getragenen Sicherheitsschuh baumustergeprüft wurden, erlischt in diesem Moment die Baumusterprüfung. Bei einem Unfall könnte Ihnen eine Teilschuld zugesprochen werden.

 

Kann denn wirklich etwas passieren durch das Tragen von nicht geprüften Einlagen?

Ja. Es können prinzipiell zwei schädigende Wirkungen unterschieden werden:

  1. Ihnen als Träger der Einlage passiert ein Schaden, zum Beispiel, weil bei einem Unfall die Zehenbox durch die Einlage zu wenig Restvolumen hat und die Zehen verletzt werden.
  2. Sie schädigen Ihren Arbeitgeber, zum Beispiel, weil eine statische Aufladung in Ihrem Körper, die auf Grund einer falschen Einlage nicht abfließen kann, ein Elektronikbauteil einer Maschine zerstört. Im Zusammenhang mit Produktionsstillständen können hier durchaus hohe Kosten auflaufen.

 

Wer übern(c) Fotolia.comimmt die Kosten für eine spezielle baumustergeprüfte Einlage?

Dafür kommen mehrere Kostenträger in Frage, unter anderem die Deutsche Rentenversicherung, gesetzliche Unfallversicherungsträger oder die Bundesagentur für Arbeit. Genauere Informationen finden Sie hier: ETEM-Artikel Fussschutz. In jedem Fall muss der Arbeitgeber Ihnen die Notwendigkeit bescheinigen, dass Sie Sicherheitsschuhe tragen müssen und der Betriebsarzt bestätigen, dass das Tragen orthopädischer Einlagen medizinisch notwendig ist. Dabei sind die FASi  und der Betriebsarzt die richtigen Ansprechpartner.

Übernimmt meine gesetzliche Krankenkasse nicht die Kosten für die Einlage?

Nein. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt zunächst natürlich in der Regel die Kosten für Ihre private orthopädische Einlage. Da diese aber nicht baumustergeprüft ist, darf Sie, wie erwähnt, nicht im Arbeitsschuh getragen werden. Ihre Krankenkasse übernimmt nicht die Kosten für spezielle baumustergeprüfte Einlagen, die nur für den Arbeitsplatz vorgesehen sind.

Wie gehe ich am besten vor?

  1. Ihr Betrieb (FASi) bescheinigt die Notwendigkeit des Tragens von Sicherheitsschuhen
  2. Ihr Betriebsarzt bescheinigt die Notwendigkeit des Tragens von orthopädischen Einlagen
  3. Sie kommen bitte mit den Bescheinigungen und Ihrem Arbeitsschuh bei uns vorbei
  4. Wir prüfen, ob wir für Ihr Schuhmodell baumustergeprüfte orthopädische Einlagen anfertigen können
  5. Wir stellen für Sie einen Antrag mit Kostenvoranschlag beim in Frage kommenden Kostenträger

Sie haben weitere Fragen? Bitte sprechen Sie uns an!