Rückenschmerz

Betriebliche Prävention – Vorbeugend etwas tun gegen Rücken- und Gelenkschmerzen
Schmerzen im unteren Rücken, schwere Beine oder brennende Füße – darüber klagen mehr als 70 % aller Arbeitnehmer. Manchmal kann eine ungünstige Arbeitshaltung die Ursache dafür sein oder eine Überlastung beim Sport. Ganz oft aber kommen diese Beschwerden von Fehlstellungen und Fehlhaltungen des Muskel- und Skelettsystems. Vieles davon ist schon in die Wiege gelegt, manches aber auch im Laufe des Lebens erworben. In fast allen Fällen kann aber etwas dagegen getan werden.

Moderne Haltungs- und Bewegungsanalysen helfen hier, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Mit neuen computergestützten Messverfahren lassen sich Bewegungen untersuchen und oft die Ursachen für die beschriebenen Beschwerden finden. Einen solchen „Biomechanik-Check“ hat die Firma Zender Orthopädie zusammen mit der Universität des Saarlandes entwickelt. Die Werkstatt-Experten des Saarbrücker Orthopädietechnik-Unternehmens befassen sich mit der Gestaltung von orthopädischen Einlegesohlen, dem Umbau von Arbeitsschuhen und dem Anpassen von stützenden Bandagen. Die Ergebnisse eines solchen Checks helfen, eine möglichst optimale Versorgung zu entwickeln.

Eine biomechanische Bewegungsanalyse besteht – je nach Fragestellung – aus folgenden Komponenten:

1. Analyse des Gangbildes mit einer wissenschaftlich geeichten Druckmessplatte: hier können drucküberlastete Stellen und Abrollstörungen des Fußes festgestellt werden.
2. Betrachtung des Gehens (bei Sportlern auch des Laufens) auf dem Laufband. Dabei steht die Bewegung von Fuß-, Knie- und Hüftachse im Vordergrund, um die Auswirkung von Fehlstellungen auf das Gangbild und die Rumpfstatik zu untersuchen.
3. Rasterprojektion des Rückens: ein lotgerechtes Oberflächenraster erfasst Fehlstellungen des Rumpfes, die Rückenbeschwerden hervorrufen können und hilft, eine Beinlängendifferenz festzustellen.
4. Gleichgewichtsanalyse auf einer Computerplatte zum Erkennen von Defiziten der Motorik und zur Sturzprophylaxe
5. Venenmessung: Mittels LRR-Technik wird die Funktion der Venenklappen überprüft. Gerade in stehenden Berufen kann damit oft die Ursache für müde und brennende Beine gefunden werden.

Die Ergebnisse des Checks werden in Form eines klaren Berichtes für den Betriebsarzt, Hausarzt und Patienten zusammengefasst. Wo nötig, geben wir dem Patienten oder Sportler auch Übungsempfehlungen an die Hand, um muskuläre Defizite und Verkürzungen auszugleichen.

(Foto (c) Patrick Hermans, fotolia.de)