Schuhumbau gegen Schmerzen

Schmerzen beim Fußball sind leider für viele Sportler Alltag. Besonders betroffen sind Fuß-, Knie- und Hüftgelenke. Dabei muss es nicht unbedingt eine Verletzung nach Kontakt mit dem Gegenspieler sein, die dem Spieler Beschwerden bereitet. Oft sind es Störungen in der „Biomechanik“ des Fußballers selbst oder in seinem Bewegungsablauf, die zu völlig falschen Belastungen der Muskeln und der Gelenke führen. Von der Biomechanik hängt es ab Das können zum Beispiel starke O-Beine sein oder ein platter, durchgetretener Fuß.

In solchen Fällen müssen Gelenkbewegungen durch mechanische Hilfen verändert werden, um die Schmerzursache zu beseitigen. Nun ist der Fußballschuh aber so eng, dass der Orthopädie nicht immer mit Einlagen arbeiten kann, die den Bewegungsablauf korrigieren. Dann ist besonderes handwerkliches Geschick gefragt, denn es müssen „Umbauten“ am Schuh vorgenommen werden.

Was der Laie oft vergisst: früher wurden Fußballschuhe alle „von Hand“ angefertigt. Die moderne Industrieware stammt mittlerweile aber fast ausschließlich aus Fernost, auch bei Markenherstellern. Dennoch hat sich das Handwerk des Orthopädieschuhtechnikers erhalten. Diese Fachleute verstehen es, auch konventionelle Sportschuhe so umzuändern, dass sie individuell an den Sportler angepasst werden.

Den Schuh individuell anpassen

Bei der Saarbrücker Firma Zender Orthopädie ist Matthias Hoffmann der zuständige Meister. „Die meisten Fußballschuhe oder Laufschuhe können wir in ihrem Aufbau verändern.“, erklärt der Orthopädieschuhtechniker. Die häufigste Änderung ist das Einbauen einer Schuherhöhung auf einer Seite. „Dies ist dann wichtig, wenn ein Bein kürzer ist als das andere“, so Hoffmann. Oft resultieren daraus Schmerzen im Beckenbereich oder an der Lendenwirbelsäule.

Da der Fußballschuh sehr eng aufgebaut ist, kann meist nicht mit einer Einlage gearbeitet werden – der Sportler würde im Fersenbereich aus dem Schuh herausrutschen. Die Handwerker lösen vorsichtig die Laufsohle des Schuhes und fügen ein zusätzliches Element ein. Dies wird so geschickt gemacht, dass man die Veränderung von außen meistens gar nicht sieht. Oft stört die Dämpfung Bei Laufschuhen ist dies nicht immer ganz so einfach: teilweise haben die Hersteller flüssigkeitsgefüllte Dämpfungsblasen eingebaut. Diese dürfen dann beim Ablösen der Laufsohle nicht beschädigt werden.

Auch bei starken Beschwerden im Vorfuß wissen die Handwerker rat: in den Schuh lassen sich zusätzliche Polsterungen einarbeiten, die die Druckbelastung minimieren.